Vergangene Veranstaltungen

    Es weht der Wind, die Blätter fallen - es ist Herbst. Das bedeutet auch, dass die Zeit wieder reif ist für das alljährliche, traditionelle, großartige BuK-Literaturquiz! Such Dir das beste Team der Welt und stellt Euch gemeinsam den Fragen, die die Buchwelt bewegen.

    Ein Wettkampf der Größten, graue Zelle gegen graue Zelle, das wohl beste Training für die kommende wilde Weihnachtszeit, und Du bist dabei! Es geht um Glanz, Gloria und Literatur, aber auch um Preise, so wunderbar und einzigartig, dass sie nur bei einem BuK-Literaturquiz vergeben werden können.

    Durch den Abend führen die ZeremonienmeisterInnen und VertreterkollegInnen:

    •  Bettina Wagner (Diogenes Verlag)
    •  Horst Bayer (Kager & Treml)
    •  Bernhard Spiessberger (Verlagsvertretung Spiessberger)

    Für die Beschallung der Hirnzellen und Schwung im Kopf sorgen die wunderbaren AnzoAccoustic.

    Ihr braucht:

    •  1 Teamnamen
    •  Insg. 2-5 Teammitglieder

    Anmeldung unter buk(at)bukwien.com bis Dienstag, 19. 11. 2019.

    Mehr Infos: www.facebook.com/groups/bukwien/

    Anmeldung und Anfragen: buk(at)bukwien.com | www.bukwien.com

    Wir freuen uns auf Euer Kommen!

    Das BuK-Team: Stefanie Jaksch (Kremayr & Scheriau/Orac) | Brigitte Kaserer (Zsolnay / Deuticke) | Johannes Kößler (Seeseiten Buchhandlung) | Anita Luttenberger (Braumüller Verlag) | Michael Winroither (Zsolnay / Deuticke)

    In Kooperation mit:

    http://www.wko.at/wien/buchundmedien


    Nachbericht BuK Literaturquiz 2019


    oder „Leseförderung und Sichtbarkeit in der Buchbranche“

    Mit:

    • KommR. Friedrich Hinterschweiger (Kurator des SSC Leseförderung WKO)
    • Albert Hoffmann (Entwickler/Gründer/Herausgeber von Antolin und Onilo)
    • Heidi Lexe (Leiterin der STUBE Wien & Lehrbeauftragte für KJB an der Universität Wien)
    • Franziska Schweizer (Inhaberin der Buchhandlung Pippilotta Kinderbuch)

    Moderation:

    • Silke Rabus (Journalistin & Lektorin)

    Im Juli 2018 bemerkte der Buchhandel, dass im Laufe der letzten 5 Jahre über 6 Millionen LeserInnen abhandengekommen waren (siehe z.B.: derstandard.at, Klaus Zeyringer, 07.2018; derstandard.at, Rüdiger Wischenbart, 07.2018). Die Langzeitfolgen für die Buchbranche sind heute nicht komplett absehbar, ignorieren kann man diese Entwicklung jedoch nicht.

    Den Großteil der LeserInnen werden wir nicht mehr zurückbekommen. Wie aber können wir eine derartige Entwicklung in Zukunft verhindern oder noch besser: Wie können wir für unsere Branche begeistern? Die Antworten sind – wie so oft – mehr Fragen: Wissen junge LeserInnen und Nicht- LeserInnen, wie eine Geschichte ins Buch kommt, und SchülerInnen, wo ihre Schulbücher herkommen? Ist die Arbeit der Buchbranche sichtbar genug? Wie tragen Verlage und Buchhandel zur Leseförderung bei? Gibt es ein Gleichgewicht zwischen kurzfristig gewinnbringender Bestellabwicklung und langfristig wirksamer Leseinspiration? Und vor allem: Müssen wir dafür Kinder in unsere Buchhandlung lassen?

    Über diese Fragen, aber auch Maßnahmen, Programme und Regeln für die Förderung der neuen LeserInnengeneration, sprechen an diesem Abend Menschen, die ihre Arbeit genau darauf ausgerichtet haben. BuK lädt ein zu einem Abend der Inspiration, Diskussion und Ideenfindung.

    Mehr Infos: www.facebook.com/groups/bukwien/

    Anmeldung und Anfragen: buk(at)bukwien.com | www.bukwien.com

    Wir freuen uns auf Euer Kommen!

    Das BuK-Team: Stefanie Jaksch (Kremayr & Scheriau/Orac) | Brigitte Kaserer (Zsolnay / Deuticke) | Johannes Kößler (Seeseiten Buchhandlung) | Anita Luttenberger (Braumüller Verlag) | Michael Winroither (Zsolnay / Deuticke)

    In Kooperation mit:

    http://www.wko.at/wien/buchundmedien


    Nachbericht "Da sind Kinder in meiner Buchhandlung"


    oder „Nachhaltigkeit in der Buchbranche“

    Mit:

    • Aram Haus (chief executive officer beim Achse Verlag)
    • Peter Kargl (Geschäftsleitung Vertrieb\Einkauf bei Mohr Morawa Buchvertrieb)
    • Franz Lintner (Geschäftsführer der Medienlogistik)
    • Ernst Gugler (Gründer & Geschäftsführer Kommunikationshaus gugler*)

    Moderation:

    • Thomas Weber (Journalist und Herausgeber von BIORAMA sowie der Buchreihe „Leben auf Sicht“, Residenz Verlag)

    Nichts geht über den Moment, sich mit dem in der Buchhandlung entdeckten Buch an ein lauschiges Plätzchen zurückzuziehen, die Folie herunterzureißen, das Buch aufzuschlagen, an den Seiten zu schnuppern und mit der Lektüre zu beginnen. Aber bevor es zu diesen geliebten Augenblicken überhaupt erst kommen kann, muss das Buch einmal hergestellt werden – und auch die Folie, die es vor mehr Ecken und Kanten, Betatschungen und Schmutz schützt. Aber tut sie das wirklich? Oder ist sie dem Wahn, alles in Plastik zu packen, geschuldet?

    Was seit Jahrzehnten nur von den wenigsten hinterfragt wurde, ist seit Nele Neuhaus’ „Muttertag“ endlich zum Gesprächsthema geworden. Ullsteins Kampagne „#ohne Folie“ hat einen wichtigen Anstoß gegeben. Viele Verlage verzichten bereits auf die Einschweißung. Nun wollen wir es genau wissen: Wie ökologisch ist ein Buch wirklich? Und ist der Umwelt zuliebe mit kleinen Schritten, die jeder setzen kann, Großes möglich?

    Der Journalist Thomas Weber führt durch diesen Abend ganz im Zeichen der Umwelt. Denn jeder kann einen Beitrag leisten. Teilen wir also unsere Gedanken zu einer CO²-neutralen Buchwelt Europas. Aram Haus vom Achse Verlag gibt Einblick in eine unkonventionelle, revolutionäre, offene und stets individuelle Herangehensweise bei Buchprojekten, Peter Kargl und Franz Lintner berichten über die Bedingungen und Möglichkeiten in einer Auslieferung und Ernst Gugler von der grünsten Hightech-Druckerei Österreichs zeigt, was heute bereits an Ökologie in der Buchbranche möglich ist – danke Cradle to Cradle-Druck.

    Mehr Infos: www.facebook.com/groups/bukwien/

    Anmeldung und Anfragen: buk(at)bukwien.com | www.bukwien.com

    Wir freuen uns auf Euer Kommen!

    Das BuK-Team: Stefanie Jaksch (Kremayr & Scheriau/Orac) | Brigitte Kaserer (Zsolnay & Deuticke) | Johannes Kößler (Seeseiten Buchhandlung) | Anita Luttenberger (Braumüller Verlag) | Michael Winroither (Zsolnay & Deuticke)

    In Kooperation mit:

    www.wko.at/wien/buchundmedien

    www.readglobal-buylocal.at


    Nachbericht "Die grüne Seite des Buches"


    Durch den Abend führen die Verlagsvertreter: Horst Bayer und Bettina Wagner Musikalische Begleitung: Sain Mus

    Nach vier nervenzerfetzend entspannenden Runden stellte sich beim 4. BuK-Literaturquiz am 21.11.2018 im Café Ritter in Ottakring erstmals eine Patt-Situation ein. Bei dem erneut von den wunderbaren Sain Mus meisterhaft musikalisch begleitetem Literaturquiz, moderiert von Horst Bayer von Kager & Treml und Bettina Wagner von Diogenes, wurde der Matchball zwischen den Teams „Great Expectations“ und den „Freaky Flamingos“ gespielt. Nach aufreibenden 30 Sekunden holten sich die Vorjahressieger „Freaky Flamingos“ erneut den ersten Platz. Peter Breuer-Guttmann, Oliver Hartlieb, Julia Ramprecht, Christoph Reisenauer und Fabian Steinschaden durften die ersten Preise mit nach Hause nehmen. „Great Expectations“ konnte sich über die Preise für den zweiten Platz freuen und auch die „Bad Seeds“ auf Platz drei wurden reich für ihr Wissen belohnt.

    Das Quiz erfreute sich mit 12 Teams regem Zulauf, begeisterte mit spannenden Fragen und verlockenden Preisen unter anderem von Volkstheater, Schauspielhaus Wien, dem Landestheater Niederösterreich, 1000things, Diogenes, der Scherz & Schund Fabrik, Kager & Treml, Café Z, Café 7Stern, Random House, dem Achse Verlag u. n. v. m.

    Mit: Corinna T. Sievers (Autorin v. u. a. „Die Halbwertszeit der Liebe“, „Samenklau“), Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg, „Wer hat den schlechtesten Sex“, 2015 DVA), Veit Schmidt (Buchhandlung Löwenherz), Moderation: Barbara Mader

    Mit einer gewissen Lust an schwer danebenliegenden Schilderungen körperlicher Annäherung zweier (oder auch mehr) Menschen beschäftigt sich der „Bad Sex in Fiction Award“, der jährlich von der Literary Review in Großbritannien verliehen wird. Dabei kommen auch renommierte SchriftstellerInnen zu Ehren: Unter den PreisträgerInnen finden sich Tom Wolfe, Richard Flanagan, Norman Mailer. John Updike durfte sich gar den Preis für sein Lebenswerk abholen.

    Da stellt sich die Frage: Kann man eigentlich „gut“ über Sex schreiben? Muss man es? Soll man es? Und wann ist Sex zwischen, in und auf den Zeilen „gut“ oder „schlecht“ – und wer beurteilt das? Kann man das Schreiben über Sex lernen, ist es – ganz wie in der Realität – Übung, Übung, Übung? Ganz abgesehen davon: Wie verschämt sind KundInnen, die nach erotischer Literatur fragen? Hat sich mit dem weltumspannenden Erfolg von Bestsellern wie „Fifty Shades of Grey“ etwas geändert? Was ist noch tabu?

    Barbara Mader hat nachgefragt und im Tanzcafé Jenseits angeregt mit Corinna T. Sievers, Rainer Moritz und Veit Schmidt über literarische Höhepunkte und Tiefschläge diskutiert. Der Höhepunkt des Abends war definitiv das Auspacken der von den PodiumsteilnehmerInnen mitgebrachten Bücher und das Vorlesen der Lieblingssexstellen. Von der lebhaften Diskussion angereizt hat sich das Publikum danach in kleinen Kreisen weiter mit wild schlagenden Herzen, eigenen Erlebnissen und verflossenen Partnern beschäftigt – so intim und persönlich hat sich die Buchbranche noch nie ausgetauscht.

    Mit: Georg Glöckler (WK, Fachgruppenobmann Wien und Obmann Stv. Fachverband Buch- & Medienwirtschaft), Katharina Herzberger (Vorstand Junge Verlagsmenschen), Gustav Soucek (Geschäftsführer Hauptverband des Österreichischen Buchhandels), Moderation: Petra Hartlieb (Hartliebs Bücher)

    Viel wird geredet, darüber was man machen kann, was man machen sollte und wer dafür zuständig ist und warum dieses und jenes noch immer nicht geschehen ist, doch bei der BuK-Veranstaltung „Wessen Interessen?“ stürzten sich Interessensvertreter*innen und Vertretene in die hitzige direkte Diskussion. Die über zwei Stunden dauernde Veranstaltung im gemütlichen Café 7Stern kann getrost als eine der hitzigsten in der Geschichte von BuK bezeichnet werden. Das ist unter anderem der hervorragenden Moderation von Petra Hartlieb zu verdanken, die die motivierten Podiumsgäste auch mit kritischen Fragen herausforderte, sicher durch eine aufgeheizte Debatte führte und noch genug Luft ließ für eine nach dem offiziellen Teil noch lange dauernde After-Event-Diskussion. Nachdem Alexander Skipis aufgrund eines abgesagten Fluges nicht dabei sein konnte, konzentrierte sich die Diskussion vor allem auf österreichische Interessensvertretungen, die Frage der Kommunikation mit Presse und den Mitgliedern wie auch die Mitgliedergewinnung. Die Diskussionen spannten sich von der Forderung einer schneller agierenden Pressestelle über aktives Marketing gegen internationale Konzerne bis hin zu aktuellen Problemen und Diskussionspunkten und wären Innen- und Außentemperatur an diesem wundervollen Juniabend nicht genauso heiß gewesen wie die Wortgefechte, so hätte BuK wohl noch bis in den nächsten Tag hinein diskutiert. Als Botschaft dieser Diskussion kann wohl mitgenommen werden: Aktiv sein, mitreden und sich tatkräftig einbringen, Input wird sowohl in der Fachgruppe der Wirtschaftskammer, im Hauptverband wie auch bei den jungen Verlagsmenschen und bei BuK gerne gehört und nur so lässt sich etwas verändern.

    Mit: Stephan Eibel Erzberg (Dichter), Michael Hammerschmid (Dichter, Kurator von Internationalen Lyrikfestivals und Dozent für Lyrik, Schreiben und Poetik an der Angewandten und Germanistik), Johanna Öttl (Programm für hochroth Verlag Wien, Redakteurin bei Wespennest), Violetta Parisini (Singer-Songwriterin, Kuratorin, DJane), Moderation: Robert Prosser (Slammer und Autor)

    Gerade die kalten Temperaturen heizten die – aufgrund der niedrigen Temperaturen – erste BuK-Vollmontur-Podiumsdiskussion um Lyrik und ihre Stellung an. Zwischen Forderungen, aktiv zu werden und Konzepten, die Verdichtung der Stadt unter Einbezug der öffentlichen Verkehrsmittel vorschlugen, wurde auch die Frage nach Genuss und Verständnis besprochen. Lyrisches Verständnis ließe sich zwar im Schaffungsprozess andenken, in wie vielen verschiedenen Variationen Lyrik ankommt, verwundere Violetta Parisini immer wieder. Lyrik ist Verdichtung, Vielfalt und Schönheit und verlangt den Willen, sich damit zu beschäftigen und über den Tellerrand des oft vermeintlich homogenen Publikumsfelds zu blicken. Lyrik muss nicht, sondern Lyrik kann wirtschaftlich funktionieren, es braucht nur Mut dazu.

    Durch den Abend führen die Verlagsvertreter: Horst Bayer, Bernhard Spiessberger und Bettina Wagner Musikalische Begleitung: BuK Big Band

    Die schon traditionelle Weihnachtsprüfung der österreichischen Buchbranche, das BuK-Literaturquiz, versammelte am 23.11. begeisterte Buch- und Quizmenschen im pittoresken Café Ritter in Ottakring. Von den 14 hochmotivierten Teams setzte sich, unter der gestrengen Aufsicht der drei ModeratorInnen Bettina Wagner, Bernhard Spiessberger und Horst Bayer, dann mit rasiermesserscharfer Knappheit das Team „Freaky Flamingoes“, bestehend aus Peter Breuer- Guttmann, Oliver Hartlieb, Michael Orou und Christoph Reisenauer, auf den ersten Platz. Der ehrenvolle zweite und dritte Platz ging an die Teams „Die Schmähtandler“ und „Ein wenig Lesen“. Für die zum Zerreißen gespannte Entspannung sorgte die großartige „My little Blues Band“ in extra-exklusiver BuK-Formation. Für die Preise bedanken wir uns recht herzlich unter anderem beim Hauptverband des österreichischen Buchhandels, dem Volkstheater Wien, dem Diogenes Verlag, der Buchhandlung Kuppitsch, der Brauerei Xaver, dem Weingut Rücker, der Wasnerin, Bunbury Comics.

    Mit: Max Freudenschuß (Buchkultur), Ulla Harms (Buchkontor), Jochen Jung (Jung und Jung), Doris Knecht (Autorin, Journalistin), Moderation: Evelyn Steinthaler

    In der aufgeladenen Debatte um Sexismus im Literaturbetrieb diskutierten Max Freudenschuß (Buchkultur), Ulla Harms (Buchkontor), Jochen Jung (Jung & Jung) und Doris Knecht unter der Moderation von Evelyn Steinthaler über Quoten, die Besetzung von Wettbewerbjurys und die leidige Bezeichnung „Frauenliteratur“. Die Fragen, warum bei manchen Literaturpreisen ebenso wie in den Führungsetagen großer Verlage und Sortimenter immer noch die Mehrzahl männlichen Geschlechts ist, obwohl die Mehrzahl der Kunden Kundinnen sind und die Mehrzahl des Personals Mitarbeiterinnen sind, erhitzten die Gemüter. Viel ist noch zu denken und zu tun nach diesem Abend mit gut 80 Personen im Publikum und über 950 Interessenten auf dem Social-Media-Kanal von BuK.

    Mit: Doris Plöschberger (Suhrkamp), Erwin Riedesser (Leporello Buchhandlung), Jürgen Lagger (Luftschacht), Moderation: Barbara Mader

    „Es geht nicht ums Erziehen, es geht ums Anstecken! Der „Spaltpilz Geschmack“ unter der Lupe

    „Wie herrlich, dass sich Familien über Literatur spalten“, freut sich Doris Plöschberger vom Suhrkamp Verlag – und widerlegt damit die These, dass sich über Geschmack angeblich nicht streiten lässt. Ihre KollegInnen Jürgen Lagger (Luftschacht), Erwin Riedesser (Buchhandlung Leporello) sowie Moderatorin Barbara Mader taten es ihr bei der zweiten BuK-Veranstaltung „Geschmacksverstärker“ am 18. Mai 2017 im monami gleich.

    Vor begeisterten ZuhörerInnen wurde beherzt, offen und mit sichtlichem Spaß u.a. über die Frage, was das sogenannte „gute Buch“ ausmacht, diskutiert. Wie entscheidet man nun, wenn das Verlagsprogramm schwarze Zahlen schreiben muss? Jürgen Lagger jedenfalls ist Überzeugungstäter: „Ich verlege nur Bücher, die ich mag – das ist meine einzige Chance. Wenn ich sechs Titel im Jahr mache, kann ich nicht sagen: Ach, der eine reißt es raus. Alles kann das Lektorat nicht retten.“ Doris Plöschberger beschwört den 'Mythos Suhrkamp': „Kompromisse versuche ich um jeden Preis zu vermeiden. Das gelingt meist, weil ich in einem Verlag arbeite, der Autoren verlegt, nicht Bücher.“

    Auch für Buchhändler stellt sich die Geschmacksfrage jeden Tag aufs Neue. „Es gibt Bücher, die wir sehr gern haben, die beim Kunden nicht ankommen.“, so Erwin Riedesser. Ein klares Profil hält er für unverzichtbar und baut auf die Unterstützung durch VerlagsvertreterInnen: „Man muss sich unterscheiden von einem alles habenden Thalia. Als Buchhändler muss man gut sein, sonst ist man weg.“ Die Beziehung zum Kunden beschreibt er als „kompliziert, aber fast zärtlich und beglückend“.

    Intim ist auch die Arbeit am Buch selbst: „Wir nehmen uns heraus, etwas besser zu wissen als der Schreibende. Es braucht ein Vertrauensverhältnis, damit es Kränkungen aushält.“, so Doris Plöschberger. Abwanderungen von AutorInnen gehören zum Geschäft, meint Jürgen Lagger: „Es gibt viele Scheidungen, mehr als im privaten Bereich.“

    Nach rund 90 Minuten schließt die muntere Runde mit dem positiv-hoffnungsvollen Fazit: „Es geht nicht ums Erziehen, es geht ums Anstecken.“. Und weil zum Thema Geschmack jeder eine Meinung hat, wurde sich im Anschluss noch bis zu später Stunde leidenschaftlich über Vorlieben, Bestseller und Herzensprojekte ausgetauscht.

    Mit: Keynote: Prof. Dr. Gundolf S. Freyermuth, Game Lab Cologne, TH Köln
    Panel: Cornelia Travnicek (Autorin), Jorghi Poll (Edition Atelier), Mateusz Gorecki (rarebyte)
    Moderation: Robert Glashüttner (FM4)

    Als wahre Mammutveranstaltung entpuppte sich die BuK-Diskussion unter dem Titel „Games und Literatur – SUBOTRON arcademy meets BuK /departure talk“ im Raum D im Museumsquartier. Mit gut 80 Menschen aus Buch- und Games-Branche im Publikum und 5 PanelistInnen wurde über 2 ½ Stunden diskutiert, sich kennengelernt und Perspektiven ausgelotet. Die gut 45-minütige Keynote hielt der Direktor des Game Lab Cologne, dem Department für Games Development und Research an der TH Köln, Gundolf S. Freyermuth, der selbst in Wien Literatur studiert und später nach einem Zwischenstopp in der Filmbranche in den Gamesbereich gewechselt hat. Neben der auch in einer Firma für Virtuelle Realität arbeitenden Informatikerin und Autorin Cornelia Travnicek („Junge Hunde“, „Chucks“, DVA) und dem Verleger der Edition Atelier Jorghi Poll nahm Mateusz Gorecki, Gründer und Betreiber der Wiener Games Developing Firma Rarebyte teil. Das umfangreich angelegte Thema bot so viele Ansatzpunkte und Perspektiven, dass die Diskussion noch lange nach der Veranstaltung im Raum D und bei einem anschließenden gemeinsamen Essen weitergeführt wurde.

    Durch den Abend führen die Verlagsvertreter: Horst Bayer, Bernhard Spiessberger und Bettina Wagner Musikalische Begleitung: Sain Mus

    Buchmenschen wissen alles – oder zumindest glauben sie das. Doch dann zieht das alljährlich dringend erwartete und nun schon zum zweiten Mal zur allgemeinen Qualitätsprüfung stattfindende BuK-Literaturquiz ins Land. Die drei ModeratorInnen Bettina Wagner (Diogenes Verlag), Bernhard Spießberger (Verlagskontor) und Horst Bayer (Kager & Treml) durften nach knallharter Berechnung des Organisationsteams unter großem Applaus feststellen, dass von den 17 (!!!) angetretenen Teams die Krönung dem „Tollkühnen Büchertrupp“ (1. Platz), den „Quizqueens“ (2. Platz) und den „Boookchicks on the Block“ (3. Platz) gebührte. Die drei Gewinnerteams wurden unter anderem geehrt mit einem E-Reader (PocketBook von buchmedia), einem Festivalpass für Literasee (feinwork, Die Wasnerin), einem Abendessen mit Maximilian Zirkowitsch (Milena), einem Medienpaket von Hoanzl, einem „Selbstgemachtes im Glas“-Paket vom Christian Brandstätter Verlag, Bücher-Paketen von Diogenes, Kager & Treml, Hain, Bunbury Comics und unzähligen Gutscheinen und Leckerbissen sowie zwei Plätzen bei „Willkommen Österreich“ (Petra Hartlieb).

    Mit: Karla Paul (Buchbloggerin, buchkolumne.de, seit Mai 2015 Verlagsleitung Edel eBooks)

    Karla Paul hat nicht nur Lovely Books aufgebaut, sie verlegt, wird verlegt und macht ob ihres Wissens, ihres Erfolgs und ihrer Schlagfertigkeit – verlegen. Am 03.11. lud BuK zu einem Abend mit der digitalen Doyenne der Buchbranche ins Café 7Stern. Am Freitag schulte Karla Paul Verlagsmenschen, BuchhändlerInnen und Autorinnen im Rahmen eines mediakolleg Seminars mit dem Titel „1001 Wege zum Leser“ im Hauptverband des Österreichischen Buchhandels. Die Veranstaltungskombination mit 60 abendlichen und 10 Seminarteilnehmern bot unter Moderation des wunderbaren Sebastian Fasthuber (Falter) mehr Diskussionspotenzial als Zeit sowie eine ganze Menge an Ideen, Anregungen und Wissen.

    Mit: Richard Kämmerlings (deutscher Literaturkritiker und leitender Feuilletonredakteur der Tageszeitung Die Welt), Daniela Strigl (österreichische Literaturkritikerin und Literaturwissenschaftlerin) und Stefan Gmünder (österreichischer Literaturkritiker und Literaturredakteur der Tageszeitung Der Standard).

    Ein Fest der Literaturkritik

    Heiß her ging es am 6. Oktober 2016 im KulturRaum Neruda im 4. Wiener Gemeindebezirk. Ganz nach dem Motto „Schlagt ihn tot, den Hund, er ist ein Rezensent!“ diskutierten die renommierten Literaturkritiker Stefan Gmünder, Daniela Strigl und Richard Kämmerlings unter der charmanten Leitung von Barbara Brunner über die Relevanz und das Ansehen von Literaturkritik, die Aufgabe eines Kritikers, sieht er sich als Dienstleister für den Leser oder ist es doch purer Egoismus, sowie darüber, ob bei der Auswahl der Bücher eine Orientierung am Mainstream stattfindet oder doch die eigenen Vorlieben im Vordergrund stehen. Und je später der Abend, desto brisanter die Fragen: Wie begegnet man freunderlwirtschaftlichen Tendenzen kritisch? Können befreundete Autoren rezensiert werden? Wie böse darf Literaturkritik sein? Wie viel Spielraum hat man als Literaturchef wirklich und haben wir letztlich nicht alle viel zu wenig Lese(= Lebens)zeit? Denn, so Daniela Strigl: „Um über Bücher zu reden, braucht man zumindest die Illusion von Zeit.“ Zudem wurde das literaturbegeisterte Publikum Zeuge, als Richard Kämmerlings, der Daniela Strigl, wie er verkündete, nie widersprechen könnte, sogar das tat. Und auf den Hund gekommen sind wirklich alle: Stefan Gmünders Hund Cindy sorgte gleich zu Beginn für einen turbulenten Einstieg, ein fliegendes Mikrofon und eine losgelöste Stimmung.

    Mit: Jürgen Siebert (Director of Marketing bei Monotype)

    „High Fidelity, low typography“ oder: Warum ich seit 15 Jahren keinen Nick Hornby lesen kann?

    Jetzt seien wir einmal ganz ehrlich: Wer hat Nick Hornbys Roman „High Fidelity“ wirklich zu Ende gelesen? Jürgen Siebert, Director of Marketing bei Monotype, das gibt er auch offen und ehrlich zu, nicht. Und das liegt nicht am Text selbst. Das Versinken in einem Text hängt von vielen Faktoren ab, die uns entweder ein Buch nicht mehr aus der Hand legen oder es im hintersten Winkel des Bücherregals verstauben lassen. Leselust stellt sich nur dann ein, wenn der inhaltlich und sprachlich ansprechende Text auch gut gestaltet ist. Falsche Schrift, schlechte Drucktechnik und schlechte Typografie verhindern das pure Lesevergnügen und lassen ein Fallenlassen im Text erst gar nicht zu. Und das Kurz-mal-eben-die-Welt-um-einen-herum-Vergessen kann man dann getrost vergessen.

    Jürgen Siebert zeigte uns am 22. April 2016 im gemütlichen Ambiente des Cafés Heumarkt anhand diverser abschreckender Beispiele, wie man es nicht machen sollte, und gab anschließend wertvolle Tipps, wie durch die Gestaltung Lesegenuss ermöglicht werden kann. Der Abend gipfelte in einer spannenden Diskussion, bei der so mancher Schrift-Laie noch mit dem Vergleichen einzelner Schriftbilder beschäftigt war, während sich die Nerds immer weiter in den Kosmos der Typografie verstrickten und sich im Entwerfen neuer Schriftarten verloren.

    Durch den Abend führen die Verlagsvertreter: Horst Bayer, Bernhard Spiessberger und Bettina Wagner Musikalische Begleitung: Sain Mus

    Das erste BuK-Literaturquiz in der herrlich stimmigen Vollpension lockte 13 höchst motivierte Teams aus der Verlags-, Buchhandels- und Branchenwelt am 07.10.2015 in die Schleifmühlgasse im 4. Wiener Gemeindebezirk.

    Das Moderatorenteam, bestehend aus Bernhard Spiessberger, Horst Bayer und Bettina Wagner, führte mit strenger Hand die Veranstaltung, aus der nach 3-stündiger Wissensschlacht das Team ohne Namen, bestehend aus Michaela Horvath, Kathi Bacher, Maria Kaufmann, Veronika Braun, Teresa & Barbara als Sieger hervorging. Sie durften eine Reise nach Strobl für eine Person, ein Buchpaket des Buchkontors und einen 50-Euro-Gutschein für die Anna Jeller Buchhandlung mit nach Hause nehmen.

    Den zweiten Platz belegten Bookchicks on the Block und erhielten dafür einen 50-Euro-Gutschein für den Eissalon Schelato, einen 50-Euro-Gutschein für Milena-Bücher sowie ein Überraschungspaket von Hoanzl. Am dritten Platz vergnügten sich Tingel Tangel Toaster und freuten sich über einen 50-Euro-phil-Gutschein sowie ein Buchpaket von vielseitig.

    Das BuK-Team ließ vernehmen: „Eine herrlich motivierte Runde, ein großartig glamouröses Moderatorenteam und unglaublich viel Spaß beim Wissensaustausch und vernetzen in einem Spitzenlokal. Fortsetzung folgt!“

    Mit: Teresa Präauer (Autorin, „Johnny & Jean“), Vanessa Wieser (Milena Verlag) und Michael Kratochvil (Bücher Kuppitsch); Moderation: Paulus Hochgatterer (Autor & Kinderpsychiater)

    Ausnahmsweise unterlag nichts der Schweigepflicht, als sich die Buchbranche am wunderschönen Sommerabend des 2. Juni 2015 im werkzeugH in der Schönbrunner Straße zum informativen und amüsanten dritten BuK-Treffen unter dem Motto „Der Kleine kommt ganz nach dir und andere Missverständnisse – die Buchbranche auf der Couch: für eine offene Gesprächskultur“ einfanden. Vanessa Wieser, Teresa Präauer und Michael Kratochvil gewährten stellvertretend dem Kinder- und Jugendpsychiater und Autor Paulus Hochgatterer tiefe Einblicke in die Probleme während der Entwicklung eines Buches. Vom Suchen und Finden eines passenden Verlages, von dem mehr oder minder innigen Verhältnis zwischen Lektor und Autor, dem Kampf kleiner Verlage, gesehen zu werden und in den Buchhandlungen unterzukommen, war ebenso die Rede wie von den Streifzügen der Autoren durch die Buchhandlungen, um ja einen erhofften Blick auf die Babys zu erhaschen, am besten im Stapel gleich beim Eingang. Wie reagiert da wohl der Buchhändler? Weglaufen? Verstecken? Oder sich auf ein Gespräch einlassen? Auf eine sehr unterhaltsame und sympathische Art und Weise konnte Paulus Hochgatterer jedes intime Detail herauskitzeln. Offen, ehrlich und ohne Hemmungen plauderten die Podiumsteilnehmer aus dem Nähkästchen. „Man kann sich keine bessere Gelegenheit vorstellen, in entspannter Atmosphäre mit der Wiener Buchwelt ins Gespräch zu kommen!“, so Sachbuchautor, Demograf und Epidemiologe Robin Haring aus Rostock, der spontan vorbeischaute. Als schweigender, präziser Beobachter dokumentierte Ingolf Ortner mit gekonnter Feder das Geschehen. Die Bilder konnten für Dankeschön-Biere für die Teilnehmer ersteigert werden. Paulus Hochgatteres entlarvendes Frage-Antwort-Spiel am Ende der Diskussion sorgte auch bei den Besuchern für reichlich Gesprächsstoff. – Also: Beatles oder Stones?

    Mit: Petra Hartlieb (Hartliebs Bücher), Klaus Werner-Lobo (Autor), Sonja Franzke (Ihr Buch hat ein Gesicht, vielseitig), Constantin von Ridder (LChoice); Moderation: Nunu Kaller

    Schluss mit alten Hüten!

    Nunu Kaller, Bloggerin und Autorin von „Ich kauf nix“ (Kiwi) moderierte die aufwühlende Diskussion. Diese spannte sich von Guerrilla-Tipps zur Kundenbindung, Informationen über die menschenrechtlich mehr als bedenklichen Arbeitsbedingungen beim Onlineriesen bis hin zu E-Book-Strategien, der Wichtigkeit von gemeinsamem politischen Auftreten und der prekären Situation von Kleinverlagen, die auf den Umsatz durch den Onlineanbieter angewiesen sind. Constantin von Ridder stellte das Angebot des eben erst mit dem Futurum Vertriebspreis in Bronze ausgezeichneten Buchhandels-App Anbieter LChoice vor und stieß damit beim Publikum auf reges Interesse.

    Mit: Silvia Wahrstätter (vielseitig), Helmut Zechner (Buchhandlung Heyn), Christian Schädel (phil); Moderation: Günter Kaindlstorfer; Musikalische Gäste: Alfred Goubran & Ernst Molden

    Die Erotik des Netzwerkens

    Am Mittwoch, dem 22.10.2014 fanden sich zum Kick-off der Veranstaltungs- und Vernetzungsreihe BuK über 100 begeisterte Buchmenschen in der inzwischen 10 Jahre jungen buchbar phil in der Gumpendorferstraße in Wien ein. Die Diskussion zum Thema „Der Sprung ins Netz – Das sprunghafte Verlassen der Komfortzone und die Wichtigkeit eines funktionalen Netzwerks“ mit Silvia Wahrstätter (vielseitig), Helmut „Mr. Heyn“ Zechner (Buchhandlung Heyn, Klagenfurt) und Christian Schädel (Gründer und Betreiber der buchbar phil sowie Verleger von biblio.phil), moderiert von Günter Kaindlstorfer (Ö1, BUCH WIEN) mäanderte höchst amüsant von den Anfängen der Diskutanten über die Verbindung zwischen Katzen und Netzwerk, Wirten und Netzwerk bis hin zur prickelnden Erotik des Netzwerkens. Alfred Goubran und Ernst Molden begeisterten mit ihren Liedern das sprach- und klangverliebte Publikum.